Markus Hahn
Freizeit / Reiseberichte


Norge 1999

Reise vom 21.07.1999 bis 24.08.1999

Da wir dieses Jahr, weil wir Rücksicht auf die Schulferien nehmen mußten, das erste Mal in der Hauptsaison nach Norwegen wollten, haben wir bereits im Frühjahr die Fähre der Color-Line von Fredrikshavn nach Larvik (21. Juli) und von Oslo nach Kiel (23.- 24. Juli) gebucht. Dieses sogenannte Triangel-Angebot war mit 720,00 DM recht günstig und wir planten, die Reise mit der angenehmen Fahrt von Oslo nach Kiel zu beenden. Außerdem haben wir vom 31. Juli bis 07. August direkt bei Inge Melkevoll unsere Hütte am Briksdalgletscher und vom 14. August bis 21. August bei Stein Næs eine Hütte am Sognefjord gebucht. In beiden Hütten haben wir schon mehrfach gewohnt und konnten uns sicher sein, daß wir uns dort auch dieses Jahr wieder sauwohl fühlen würden. Die Preise waren natürlich, im Vergleich zur Nebensaison, um einiges höher als sonst, aber das war uns ja von vornherein klar.

Zwischenzeitlich schrieb die Presse von einer Havarie auf der Oslo-Kiel Linie; die Prinsesse Ragnhild fiel aufgrund eines Feuers im Maschinenraum aus. Wenig später wurde das Schwesternschiff Kronprins Harald bei einer Fahrt auf Grund beschädigt. Davon aufgescheucht schaute ich auf den Tickets nach um festzustellen, daß unser gebuchtes Schiff, die Prinsesse Ragnhild, erst im September wieder den Verkehr aufnehmen sollte. Ein kurzer Anruf bei der Color-Line bestätigte dies und wir mußten, um irgendwie aus Norwegen wieder zurückzukommen, von Oslo nach Hirtshals umbuchen. Damit hatten wir nicht nur eine 500 km lange (langweilige) Strecke durch Dänemark auf der Hinfahrt, sondern auch auf der Rückfahrt an der Backe.

Eine weitere Vorbereitung bestand darin, alle unsere Freunde in Norwegen auf eine recht wahrscheinliche Invasion von 5 deutschen Touristen vorzubereiten. Dummerweise war auch in Norwegen Ferienzeit, so daß wir eigentlich keine richtige Anlaufstelle planen konnten. So entschieden wir uns für einen Kurzbesuch bei Oddrun und Jan in Drammen (bei Oslo), die wir eigentlich nur am Ende der Ferien besuchen wollten (Man soll eine Freundschaft ja nicht allzusehr strapazieren). Die wunderbare Hütte von Siri und Brede am Peer-Gynt-Veien in der Nähe von Lillehammer war bereits belegt und Ingmar und Merete aus Moss (am Oslofjord) waren offensichtlich im Urlaub.

Bis Dienstag den 20. Juli habe ich ganz normal gearbeitet und so hatte Uli die Aufgabe, alles für die Reise vorzubereiten und das Auto zu packen. Die Maßgabe fürs Packen war: Alles muß mit und man muß über den Innenspiegel nach hinten sehen können. Den Packjob hat Uli bis zum Ende der Fahrt -trotz wilder Vorratseinkäufe gegen Ferienende, zwei kompletten Kaminöfen, 10 l roter Farbe und 5 l Grønsåpe (grüner Seife)- hervorragend gemeistert.

Mittwoch, 21.07.2000

Abfahrt von Zuhause bei km-Stand 204.947 gegen 8 Uhr morgens. Bis halb vier hatten wir ausreichend Zeit, die Strecke über Flensburg und Dänemark nach Fredrikshavn zurückzulegen. Unterwegs war das Wetter durchwachsen und die letzten zwei Stunden vor Abfahrt verbrachten wir bei Regenschauern an einer Hafenmole. Die Fahrt war ganz schön unruhig und bei der Dünung auf dem Skagerak konnte einem bereits ganz schön mulmig werden. Abends um 22 Uhr waren wir dann in Larvik und fuhren noch eine gute Stunde nach Drammen, wo Oddrun und Jan bereits auf uns warteten. Viel Zeit zum Reden hatten wir nicht, da die Beiden am nächsten morgen bereits früh wieder zur Arbeit mußten. Wir bekamen den Schlüssel und sollten am nächsten Tag in Ruhe frühstücken und es uns gemütlich machen.

Donnerstag, 22.07.2000

Nachdem wir gefrühstückt hatten, habe ich ersteinmal die Karten gewälzt, um herauszubekommen, wohin wir überhaupt fahren sollten. Das Wetter zeigte sich recht unfreundlich mit Nieselregen und wir hatten in jedem Fall erst am 31. Juli eine gebuchte Unterkunft. Nach einem Besuch in der Stadt und dem Einkauf von Nahrungsmitteln und Lesestoff fuhren wir in westlicher Richtung zu einem See, wo ein stillgelegtes Bergwerk mit dem Namen Gullnes (Goldnase) einen interessanten Übernachtungsplatz erahnen lies. Auf der Fahrt dorthin besuchten wir kurz das berühmte Silberbergwerk in Kongsberg und waren fasziniert von dem eisigen Luftstrom, der aus dem Stollen strömte. Das Wetter wurde nach und nach besser und als wir in Gullnes waren, hatten wir den schönsten Sonnenschein. Die Grube war leicht am glitzernden Abraum zu erkennen und eine Felswand mit mehreren Stolleneingängen drängte nach genauerer Untersuchung. Ich hatte mir bereits in Kiel vorsichtshalber eine Taschenlampe gekauft und so kletterten Katharina, Pauline, Jakob und ich (Uli zog es vor, draußen zu bleiben) in einen Stollen, der ca. 20 m tief in den Berg hinein ging. Der nächste Stollen erschien da schon interessanter, und da dort eisige Luft herausströmte, wollten die Kinder nicht mit. Also nichts wie alleine dort hinein, aber ... die Birne der Taschenlampe brannte durch und damit war kein Erkundungsgang mehr möglich. Fortsetzung demnach in einem der nächsten Jahre.
Jedenfalls fanden wir in der Nähe der Grube eine schöne Wiese, auf der wir unsere beiden Iglu-Zelte aufschlugen und uns für die erste Nacht im Freien einrichteten. Das Wetter war toll, jedoch kamen gegen Abend Stechmücken, die einem den Aufenthalt im Freien etwas weniger angenehm machten. Also sind wir recht früh ins Zelt gekrabbelt und haben geschlafen.

Freitag, 23.07.2000

Nachdem wir am Zeltplatz bei schönstem Sonnenschein nett gefrühstückt hatten und die beiden Zelte wieder ordentlich im Auto verstaut waren, sind wir weiter in Richtung Westen nach Heddal, der größten Stabkirche Norwegens. Dort fing es langsam an zu regnen und die Fahrt über das Haukelifjell nach Odda war nichts Besonderes. Unser Besuch des Buarbreen, einer Gletscherzunge des Folgefonn fiel damit ins Wasser. Mit dem Auto konnte man bis ca. 5 km an die Gletscherzunge heranfahren, jedoch schien sie nicht so imponierend, als daß sich ein Weg durch Nieselregen gelohnt hätte. Also machten wir uns, da wir nicht im Regen zelten wollten, auf die Suche nach einer Hütte und fuhren in nördlicher Richtung den Sørfjord entlang. Alle Campinghütten waren bereits besetzt, und so fuhren wir einfach weiter am Eidfjord vorbei nach Eidfjord. Als wir immer noch keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten, hatten wir die Wahl zwischen Zelte im Regen oder Überquerung der Hardangervidda in östliche Richtung. Wir suchten also einen Zeltplatz in der Nähe des Sima Kraftwerkes am Fjordende. Leider war dort Zelten explizit verboten und so fuhren wir einfach talaufwärts. Dort fanden wir einen kuriosen, 2 km langen Tunnel, der jeweils für eine halbe Stunde in jede Richtung Einbahnstraße war. Dort mußten wir natürlich durch. Der Tunnel war wirklich arg eng und führte steil nach oben. Irgendwann fuhren wir auch durch eine dicke Nebelsuppe mitten im Tunnel, der dadurch ganz schön gespenstisch wirkte. Oben angelangt, fanden wir Kjeåsen, eine Seter, die bei schönem Wetter sicherlich ein interessantes Ausflugsziel ist. Wir fanden allerdings nur Nebel und patschnasse Wiesen. Also wieder durch den Tunnel zurück und hinunter ins Tal, um von dort aus taleinwärts weiter nach einem Zeltplatz zu suchen. Am Talende war dann ein großer Wendekreis und auch explizites Zeltverbot. Also fuhren wir einige 100 m wieder zurück und fanden neben der Straße einen kleinen Platz, der sich zum Zelten nutzen ließ. Damit wir nicht allzu naß wurden, bauten wir nur ein Zelt auf, aßen kurz zu abend, ließen uns ein wenig von den Moskitos plagen und gingen schlafen. Draußen tröpfelte es mit monotoner Regelmäßigkeit gegen die immer feuchter werdende Zeltwand.

Samstag, 24.07.2000

Alles war naß. So stopften wir Zelt und Schlafsäcke einfach in den Kofferraum, frühstückten im Auto und fuhren los. Unten am Fjord schauten wir uns nach Hütten um, und wurden dabei kurz zu einer Tasse Kaffee eingeladen. Weiter ging es in Richtung Hardangervidda zum Vøringsfossen, einem gewaltigen Wasserfall mit vielen, vielen Touristen. Wenige Kilometer hinter dem Wasserfall fanden wir eine freie Hütte, wo wir, nach einem kurzen Einkauf in der nächstgelegenen Ortschaft, alle unsere Sachen zum Trocknen aufhängten und es uns gemütlich machten. So verbrachten wir einen geruhsamen Lese-Nachmittag, während die Kinder um die Hütte herum bzw. bei Regen in ihrem Zimmer spielten. Da wir auch einen Fernseher hatten, verfolgten wir den Wetterbericht, der uns versprach: 'I vestkysten, Rogaland, Hordaland regnvær, i indre strøk pent vær'. Damit war die Planung für den nächsten Tag gelegt: nichts wie ab in Richtung Osten, ins Landesinnere.

Sonntag, 25.07.2000

Jakob hat Namenstag und genießt beim gemeinsamen Frühstück bereits, daß er für heute im Mittelpunkt steht. Nachdem Uli wieder alles im Auto verstaut und ich die Hütte gereinigt und bezahlt hatte, fuhren wir durch Regen, der Jakob beim Angeln sich auf der Hardangervidda in Schneeregen verwandelte, in Richtung Osten, der Sonne entgegen. Und siehe da, kurz hinter dem Gebirge, noch vor der Ortschaft Geilo brachen die Wolken auf und die Sonne bestrahlte die Landschaft. So fuhren wir dann weiter bis nach Fagernes im Valdres. Dort schauten wir uns zwar noch einmal nach Hütten um, entschieden uns doch jedoch recht schnell zum Zelten, weil das Wetter einfach zu schön war. Nach kurzer Suche fanden wir auch tatsächlich durch geschickte, pfadfinderische Fähigkeiten einen wunderbaren Platz direkt an einem Fluß mit kleinem Wasserfall, Wiese und Tischbank. Dort bauten wir eines unserer Zelte auf und machten es uns bequem. Wir sind übrigens zu dem Schluß gekommen, daß wir alle fünf recht gut in einem einzigen Zelt Platz fanden. Es war zwar ein wenig eng, dafür hatten wir aber alle Decken und Iso-Matten in einem Zelt und damit war es auch wärmer. Außerdem ist es ja nur halb so viel Arbeit, wenn man nur ein statt zwei Zelte aufschlägt. Am Abend haben die Kinder noch ein wenig im Fluß geangelt und wir haben noch gelesen. Richtig ruhig und gemütlich inmitten von unberührter Natur am rauschenden Wasserfall. Super!

Montag, 26.07.2000

Nach einer angenehmen Nacht im Zelt frühstückten wir bei schönstem Wetter am Zeltplatz, räumten alles zusammen, gingen noch schnell im kühlen Fluß baden und fuhren ins Hochgebirge Valdresflya, wo wir bei Gjendesheim versuchten, eine Übernachtung in einer Hütte zu bekommen. Da dort aber nichts mehr frei war, fuhren wir ca. 3 km weiter nach Bessheim und wurden nach kurzer Verhandlung mit dem Hüttenbesitzer handelseinig. Ziel war es, noch schnell eine ausgiebige Wanderung (es war bereits nach Mittag) von Gjendesheim über den Besseggen, dem schmalen Grat, auf dem Peer Gynt durch das Jotunheimen wanderte, zum Bessvatn und zurück zu machen. Am Besseggen hat man eine wunderbare Aussicht auf den Bessvatn und den Gjende-See. Beide Seen sind nur 50 m voneinander entfernt, haben allerdings einen Höhenunterschied von ca. 500 m. Da kann man sich gut vorstellen, wie steil der Felsabhang da sein muß. Durch unterschiedliche Herkunft der Gewässer ist der eine See hellblau bis türkis und der andere See dunkelblau. Ich ließ mich also von Uli und den Kindern nach Gjendesheim fahren und wanderte alleine los. Wir verabredeten uns für 8 Stunden später an der gleichen Stelle. Der Weg zum Besseggen beginnt in Gjendesheim, führt steil in ca. 1.700 m Höhe (wobei 900 m Höhenunterschied zu überwinden sind) und führt dann über eine Steinwüste ca. 4 km bis zum Bessegen. Da ich noch seit dem Reisebeginn eine leichte Grippe mit mir herumschleppte und ich kein Training hatte, fühlte ich mich auf der Hälfte der Höhe so schlapp, daß ich einfach nicht mehr konnte. Außerdem nervten mich Unmengen von Touristen, die den offiziellen Tourvorschlag befolgten, morgens mit dem Boot von Gjendesheim nach Memuburu zu fahren und von dort aus den Weg zurück über den Besseggen nach Gjendesheim zu laufen. Ich wechselte also einfach den Kurs in Richtung Unterkunft in Bessheim und machte eine wunderbare Wanderung durch traumhafte Vegetation zuerst zur Straße und dann noch 3 km am Øvre Sjodalsvatn entlang zur Hütte. Uli und die Kinder staunten nicht schlecht, als ich nach ca. 5 Stunden schon bei ihnen war. Wir machten uns also noch einen gemütlichen Abend und gingen dann zu Bett.

Dienstag, 27.07.2000

Am nächsten morgen haben wir schnell gefrühstückt, die Hütte gereinigt, Wasser gekocht, in die Thermoskanne geschüttet und sind bei strahlendem Sonnenschein weiter durch das Sjodalen in Richtung Norden gefahren. Dabei waren wir auch wieder am Ridderspranget einer Stromschnelle, über der in ca. 6 m Höhe die Ufer-Felsen nur ein bis zwei Meter auseinander sind. Dort hat, der Sage nach, ein Ritter mit einer geraubten Prinzessin den Fluß übersprungen und seine Verfolger nach und nach in die Stromschnellen Lagerfeuer am Slådalsvegen gestoßen. Als wir das erstemal vor einigen Jahren dort waren, bin ich schon vorgelaufen und - wie soll es auch anders sein - über den Spalt gesprungen. Bevor Uli mit den Kindern dort angelangt war, hatte ich auch bereits den Rücksprung hinter mir. Als Uli dann, aus angemessener Perspektive, ein Photo von meinen Künsten machen sollte, hielt sie mich für verrückt. Einige Tage später las ich übrigens in einer norwegischen Zeitung: '... schon wieder ein Tourist tödlich verunglückt ...'. Wir fuhren weiter nach Vågåmo, wo wir eine hübsche Stabkirche besichtigt haben und dann zu einer interessanten Hochgebirgsstraße, dem Slådalsvegen, der natürlich als bomveg seine 30 NOK von uns forderte. Auf der Paßhöhe (1.190 m über dem Meer) fanden wir einen großen freien Platz mit einem (sehr sauberen) Plumpsklo und einer weichen Wiese. Dort schlugen wir unser Zelt auf, zündeten ein Lagerfeuer an, erhitzten eine Dose Texas-Beans vom Aldi und machten uns einen schönen Abend. Dort wurde es natürlich die ganze Nacht über nicht dunkel. Es war ein richtig schön gelegener Zeltplatz mit fantastischer Weitsicht.

Mittwoch, 28.07.2000

Auch am nächsten Tag war das Wetter wieder fantastisch und wir fuhren über Dombås, das Dovrefjell, Oppdal nach Sunndalsøra, wo wir gegen Abend in das Litledalen fuhren. Dieses Tal hat uns schon immer fasziniert und wir sind mehrfach dort hineingefahren. Bislang war es allerdings immer eine Sackgasse, die nach ca. 36 km an einem Wasserspeicher endete. Inzwischen ist die Straße weitergebaut worden und verbindet die Straße vom Aursjøn mit dem Eikesdal, vorbei am Eikesdalvannet zum Langfjord. Gegen abend (ca. 22 Uhr) fuhren wir also das Litledalen hinauf, wo senkrechte Felswände über 1.000 m hoch die glasklaren Seen einrahmen. Auf dem Hochgebirge gab es dann einen frisch angelegten (kostenlosen - wenn man bei einer Maut von 50 NOK für dem 'bomveg' noch von kostenlos sprechen kann) Campingplatz. Der bestand jedoch nur aus mehr oder weniger liebevoll angelegten Schotterbergen, die noch nicht mit einer weichen Vegetationsschicht bewachsen waren. Außerdem gab es dort Millionen von Stechmücken. Der Aufbau des Zeltes und das Abendessen waren nur dadurch möglich, daß man immer wieder wie ein Irrer in der Gegend herumgerannt ist, um den Moskitoschwarm, der sich beim Stehen um einen bildete, wieder loszuwerden.

Donnerstag, 29. Juli (Olsok)

Am nächsten Morgen begrüßte uns wieder strahlender Sonnenschein und lud uns zu einem Bad im kalten und klaren Bach neben unserem Zeltplatz ein. Dann ging die Fahrt über die Schotterpiste weiter zum Aursjøn. Von dort aus führte die Straße vogelflugähnlich in das 800 m tiefer liegende Tal am Eikesdalvannet, von wo wir einen Ausflug zum höchsten freifallenden Wasserfall Nordeuropas, dem Mardalsfossen machen wollten. Der Wasserfall ist für die Stromerzeugung reguliert. In den Sommermonaten müssen allerdings mindesten 3 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Wasserfall durchfließen. Dafür ist er dann den Rest des Jahres trocken. Da am Ausgangspunkt der 2 stündigen Wanderung zum Wasserfall, der vom Parkplatz gar nicht so bombastisch aussah, eine Menge Touristen (Deutsche mit Bierdosen in den Händen) den Weg säumten, sind wir wieder ins Auto und haben am Eikesdalvannet eine ausgiebige Rast mit schwimmen und Mittagessen eingelegt. Dort unterhielten wir uns auch mit Rødven Stavkirke einigen Norwegern, die zum Feiern des Olsok-Festes ihren Bauernhof auf der gegenüberliegenden Seite des Sees besuchten. Die Straße ist erst vor zwei Jahren gebaut worden und bis dahin sind die Bauern nur mit dem Boot zu ihren Höfen gekommen. Olsok ist übrigens das Fest des heiligen Olav, der bei der Christianisierung Norwegens in der berühmten Schlacht bei Stikklestad (in der Nähe von Trondheim) im Jahre 1030 gefallen ist. Danach fuhren wir den Langfjord entlang zum Rødvenfjord in den kleinen Ort Rødven, wo wir auf einer unserer ersten Norwegen Fahrten auf dem Friedhof der kleinen Stabkirche mehrfach den Namen Pauline fanden. Bis wir dort angelangt waren, hielten die drei Krachmacher in der zweiten Reihe bereits ihren Nachmittagsschlaf, und wir stellten fest, daß offensichtlich in der Kirche ein Gottesdienst stattfinden sollte. Wir haben also mal vorsichtig in die kleine Kirche geschaut, als uns die in Tracht gekleidete alte Küsterin durch die menschengefüllte Kirche neben den Altar führte. Dort saßen wir dann kurz, als auch schon Uli aufsprang, um auch die Kinder im Auto zu wecken, damit sie an diesem Erlebnis teilhaben können. Die kleine Stabkirche liegt in einer schönen Landschaft am Fjord, umgeben von einem alten Friedhof. Die in der Kirche versammelte Gemeinde saß in den mit hohen Türen verschlossenen Holzbänken, so daß man nur die Köpfe sehen konnte. Der Boden war mit den jungen Trieben von Wachholder bestreut und Kerzenlicht erhellte den durch kleine Fenster beleuchteten Raum. Unsere Bank seitlich des Altars war voll mit alten eingeritzten Jahreszahlen. Der Gottesdienst war sehr feierlich und die Predigt wurde, wie es sich gehört, von der Kanzel gehalten. Ein Harmonium und eine Sängerin sorgten für die musikalische Begleitung. Nach dem Gottesdienst traf man sich im Gemeindehaus, wo wir Rømmegrøt mit Spekemat und Saft, des Festtagsessen der Norweger, genossen. Dazu wurden diverse Reden geschwungen und jemand spielte auf dem Akkordeon. Danach suchten wir uns in der Gegend des Dorfes einen Zeltplatz und machten es uns in einem Waldstück in der Nähe einer Kuhweide bequem.

Freitag, 30.07.2000

Am nächsten Morgen wurden wir von Kühen geweckt, die hinter ihrem Weidezaun kräftigen Radau machten. Wir haben, da es recht feucht war, schnell unser Zelt eingepackt und wollten auf dem Trollstigen, der verschlungenen Paßstraße, frühstücken. Also fuhren wir von Rødven ca. 50 km über Åndalsnes, wo wir noch schnell Teilchen fürs Frühstück einkauften, zum Trollstigen. Trollwarnung am Trollstigen Leider wurden die Wolken, je höher wir kamen, immer dichter und so konnten wir nichts von der kurvenreichen Strecke und den steilen Berghängen sehen. Oben angelangt (einige Touristen versuchten verzweifelt, mit ihren Blitzlichtern doch noch etwas von der vernebelten Aussicht zu fotografieren), packten wir im Nebel auf einem Parkplatz unsere Sachen aus und frühstückten ersteinmal. Durchgefroren stiegen wir ins Auto, fuhren 1000 m weiter und waren plötzlich im allerschönsten Sonnenschein. Davon ermutigt, hielten wir bei der nächsten Möglichkeit an und machten es uns ersteinmal gemütlich. Das Zelt wurde zum Trocknen ausgebreitet und wir gingen in einem klaren, kalten Bergsee baden. Nach ein bis zwei Stunden versuchten wir es noch einmal mit dem Trollstigen, aber der lag immer noch im Nebel. Einfach von bestem Wetter mit warmen Sonnenschein auf einen Schlag in dichten Nebel. Da ist es schon schön, wenn man sich die Richtung aussuchen kann. Wir sind also auf der Sonnenseite weitergefahren. Der Trollstigen wurde übrigens wenige Tage später für den gesamten Autoverkehr für den Rest dieses Jahres wegen Lawinengefahr gesperrt.
Nach der Fährfahrt über den Norddalsfjord verließen wir die Touristenstraße und fuhren an das Fjordende nach Norddal, wo wir einen schönen Badetag mit Auf dem Dalsnibba Schwimmen im Fjord und Picknick am Wasser verbrachten. Die Straße führte uns dann über den Ørnevegen (Adlerstraße) nach Geiranger und von dort aus auf den Dalsnibba, wo man (für 40 NOK) den Gipfel des Dalsnibba mit dem Auto erfahren kann. Von dort (1476 m über dem Meer) hat man eine fantastische Aussicht auf den Geiranger Fjord. Da es inzwischen schon Abend war, fuhren wir langsam weiter, immer auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Da unsere Ansprüche - wie soll es auch anders sein - recht hoch waren, näherten wir uns immer mehr dem Oldedalen, wo wir ab Samstag eine (unsere) Hütte gemietet hatten. In Stryn entschieden wir uns für den Panoramavegen, der immer am Innvikfjorden vorbei nach Nos führte. Die Straße war fantastisch und gegen 23 Uhr (und immer noch hell) fanden wir auch direkt am Aussichtspunkt über den Fjord auf der frisch gemähten Weide, direkt neben dem Tunneleingang, einen schönen Zeltplatz.

Samstag, 31.07.2000

Heute vor einem Jahr verstarb Toshmi, ein netter Kollege von mir. Ich habe am morgen sehr viel an ihn denken müssen und dabei die Aussicht auf den Fjord bewundert. Danach fuhren wir die Straße zurück und besuchten die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie eine echte Räuberhöhle, verschiedene Wassermühlen, ein alter Steinbruch, wo ein Schild darauf hinwies, daß der alleine lebende Bauer durch das Brechen von Schieferplatten am Tag bis zu 80 Schindeln aus dem Stein hauen konnte, aber nur, wenn er zwischendurch nicht pinkeln mußte, und ein Kräutergarten. Dabei ein wunderbarer norwegischer Wald mit Massen von Blaubeeren und fantastischer Aussicht auf den Fjord. Dabei strahlender Sonnenschein und wohlige Wärme. Von dort aus fuhren wir dann durch das Oldedalen nach Oldedalen zum Melkevoll-Camping, wo wir in unsere Hütte einzogen und uns richtig wie zu Hause fühlten. Natürlich lief ich sofort mit den Kindern zum Briksdalsbree, dem fantastischen und eindrucksvollen Gletscher.

Sonntag, 01.08.2000

Strahlender Sonnenschein weckt uns am Morgen. Zum Frühstück gab es auf besonderen Wunsch der Kinder wieder einmal Pfannkuchen bis zum Umfallen. Die wurden natürlich in der Sonne auf der Terrasse verzehrt. Hinter uns das Rauschen eines 200 m hohen Vålefossen Wasserfalles, der aus dem Oldeskaret-Tal ins Oldedal hinabstürzt und vor uns der fantastische Brigsdalgletscher. Natürlich war ich voller Tatendrang. Da die Kinder unbedingt an der Hütte spielen wollten und Uli es sich gemütlich machte, zog ich meine Svadåna und Melkevollbree Wanderstiefel an und bewegte mich erst einmal in Richtung Süden, ca. 2 km in das Ende des Oldedalen, wo der Melkevollgletscher seine majestätischen Eismassen auftürmt. Dazu folgt man den Pfad in Richtung Oldeskaret und verläßt diesen dann, wenn er nach rechts auf den Berg abbiegt, indem man einfach geradeaus weiterläuft. Das Einzige, was man dann noch überwinden muß, ist ein kleiner Wasserfall (Svadåna). In den letzten Jahren, wenn wir im Frühling in Norwegen waren, fand sich immer eine einfache Möglichkeit, trockenen Fußes das andere Ende des Ufers zu erreichen. Jetzt allerdings präsentierte sich der kleine Wasserfall als rauschender Wildbach und ich mußte zwei bis drei Schritte durch das eiskalte Wasser waten. Da ich die Schuhe noch anhatte, kam ich recht sicher herüber, mußte allerdings am anderen Ufer ersteinmal die Socken auswringen. Dann ging es durch einen kleinen Birkenwald weiter bis an den Gletscher, aus dem große Wassermassen herausquollen. Ich hielt mich in sicherem Abstand, immer noch in Erinnerung an eines der letzten Jahre, wo ich recht nah an dem Gletscher war. Auf dem Rückweg stürzte genau dort, wo ich vorher gestanden hatte, ein riesiger Eisklotz und zersprang in tausend Stücke.
Auf dem Rückweg wußte ich ja bereits, daß ich den kleinen Wasserfall nicht trockenen Fußes überwinden konnte und so zog ich mir vor dem Überqueren des Baches die Schuhe und Strümpfe aus. Auf den glatten Steinen im kalten Wasser bekam ich vor Kälte fast einen Krampf und kam nur mit Mühe und schmerzenden Füßen ans andere Ufer. Inzwischen weiß ich, daß die Norweger für solche Fälle immer ein paar Wollsocken haben, die sie sich vor dem Überqueren eines Baches anziehen. Damit verhindert man, daß man schnell ausrutscht, und die Kälte kommt auch nicht so leicht an die Füße.
Gegen Mittag besuchten wir Selma und Olav Kvame, die leider nicht zu Hause waren. Wir hinterließen eine Nachricht, daß wir da sind. Am Nachmittag versuchte ich mich mit einer kleinen Bergwanderung. Von der Hütte kann man, wenn man die Weidefläche von Melkevoll mit den Augen verfolgt, offensichtlich problemlos einen kleinen Gipfel des Blåfjells erreichen. Voll Tatendrang schlug ich mich durch den dichten Wald, der riesige 10 bis 20 Meter hohe Steinbrocken überwuchert, und gelangte auch tatsächlich über steile Geröllfelder auf die Weidefläche. Inge und Gro Melkevoll (Inge ist der Mann, dem die Hütte gehört und Gro ist seine Frau) haben im letzten Winter ihre Ziegenherde abgeschafft und wirtschaften nun mit Schafen. Die Herde ist aber noch so klein, daß sie nicht das ganze Gelände als Weidefläche verwendet. Die von mir erreichte Weidefläche entpuppte sich als steile Wand mit meterhohem Gras, durch die es kaum ein Durchkommen gab. Trotzdem schlug ich mich der Nase folgend immer höher und kam auch an einen tollen Aussichtpunkt. Leider konnte ich nicht bis zum Gipfel vordringen, weil eine tiefe, von unten nicht zu sehende Schlucht den Weiterweg versperrte. Ich ging also zurück, und wir machten uns noch einmal auf den Weg zu Selma und Olav. Dort erfuhren wir, daß Olav uns an der Hütte besuchen wollte und dann am Parkplatz des Briksdalgletschers auf seinen Sohn wartete, der das Wochenende über auf dem Gletscher gewandert war. Dort trafen wir Olav auch an und begrüßten uns sehr freundlich. Wir verabredeten uns zum Rømmegrøt-Essen am Mittwoch. Am Abend machten wir vor der Hütte ein kleines Lagerfeuer, wo die Kinder Pinnebrød backten. Ich kochte zwischenzeitlich eine große Portion Rømmegrøt, die wir auch noch verschlangen. Den Rest des Abends verbrachten wir noch am Lagerfeuer vor der Hütte.

Montag, 02.08.2000

Auch heute war wieder strahlender Sonnenschein und ich bin direkt nach dem Brigsdalsbree Frühstück zum Briksdalsgletscher gegangen. Dort habe ich ein wenig die Gletscherführer mit den Touristen beobachtet, um dann über eine kleine versteckte Brücke über den Gletscherfluß auf das andere Ufer zu gelangen, auf dem man bis vor das riesige Gletschertor gehen kann. Nach dem Mittagessen sind wir dann durch das Oldedalen nach Stryn, die nächste große Stadt, zum Einkaufen gefahren. Auf dem Rückweg hielten wir an einer Badestelle an, um im Fjord zu schwimmen. Ich nutzte die Gelegenheit, um an einer schönen steilen Klippe meine Angel auszuwerfen. Das ist eine eigenartige Ruhe die einen umgibt, wenn man am Ufer steht, die Angel immer wieder in das glitzernde Wasser wirft, um sie an Land zu ziehen und dann Gletschertor am Brigsdalsbree wieder auszuwerfen. Es war eigentlich klar, daß mitten am Tag kein Fisch anbeißen würde aber immerhin habe ich einen kleinen Seehund beobachten können, der mich mit seinen runden Knopfaugen anstarrte um dann wieder im Wasser zu verschwinden. Einfach schön.
Am Abend sind wir alle zusammen zum Briksdalsgletscher gewandert und haben uns alle über die versteckte Brücke auf das andere (touristenfreie) Ufer begeben. Dort wollte ich eigentlich versuchen, im Eiswasser zu schwimmen, aber allein schon beim Trinken aus dem Fluß verkrampften sich die Hände. Wir sind dann alle zusammen langsam und gemütlich zurückgewandert und fanden vor der Hütte einen Sack Holz vor, den uns Inge für den Kamin gebracht hatte. Abends war ich dann noch kurz in der Sauna, um mich daraufhin im Gletscherbach abzukühlen.

Dienstag, 03.08.2000

Heute sind wir mit den ersten Sonnenstrahlen (da das Tal recht tief ist, kommen die Sonnenstrahlen erst gegen 8 Uhr) aufgestanden und haben ganz Blumen und Eis (Melkevollbree) schnell unsere Sachen gepackt, weil ich den Briksdalsgletscher bei Sonneneinstrahlung von oben fotografieren wollte. Wir packten also auch die Frühstückssachen ein und schleppten alles zum Gletscher, der allerdings zur Hälfte im Schatten war. Wir machten es uns gemütlich und frühstückten in der Nähe der kolossalen Eismassen. In der Sonne war es auch richtig warm und der Gletscher belohnte uns dabei mit seiner blauen Farbe. Nachmittags sind wir dann, weil es so schön warm war, zum Oldenvatn gefahren, wo wir im kühlen See badeten. Außerdem ruderten wir ein wenig mit dem Boot von Melkevolls und sonnten uns. Als die Sonne am späten Nachmittag dann hinter den Bergen verschwand, sind wir zurück zur Hütte, wo es abends Pizza gab und ich wieder für drei Saunagänge in der Sauna verschwand. Den Rest des Abends verbrachten wir am Kamin mit Lesen und Musik hören.

Mittwoch, 04.08.2000

Heute waren wir zum Mittagessen bei Selma und Olav eingeladen. Es sollte das norwegische Festtagsgericht Rømmegrøt geben und da ich immer wieder eifrig nach dem Rezept gefragt habe, durfte ich auch zusehen, wie Selma die Speise zubereitete. Dabei erzählte sie mir, daß sie auch beim königlichen Besuch in Oldedalen für König Olav V. und Prinzessin Martha von Schweden Rømmegrøt gekocht hat. Hier haben wir erstmals die festliche Variante nicht nur mit Zucker und Zimt, sondern auch mit Rosinen probiert. Die Kinder spielten zwischenzeitlich auf dem Hof herum, besuchten die Kühe und Jakob kletterte auf jeden Traktor der dort stand. Nach dem Mittagessen gab es noch Eis und Kaffe und gegen 15 Uhr brachen wir auf, um bei der Hütte auf den Besuch von Inga-Marit und Lasse zu warten. Als Inga-Marit und Lasse dann kamen, machten wir eine Wanderung zum Brigsdalsgletscher. Dort haben wir gemütlich den mitgebrachten Kaffee getrunken und Kekse bzw. Schokolade gegessen, bevor wir wieder zurückgewandert sind. In der Hütte hat Uli ein gutes Abendessen mit Lasagne und Torta di mela zubereitet. Nach dem Essen haben wir noch bis tief in die Nacht vor dem offenen Kamin gesessen.

Donnerstag 05.08.2000

Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Sonne auf der Terrasse haben wir eine Wanderung zum Brenndalsgletscher gemacht. Leider kamen wir nicht ganz bis zur Gletscherzunge, weil der Weg dorthin durch das Brennadalen von dem Fluß überschwemmt war. Also gingen wir zurück zur Brenndalseter und machten dort ausgiebig Rast. Nach der Wanderung haben wir ein kräftiges middag zubereitet mit Kartoffeln, gekochtem Fisch, Gemüse und Nachtisch. Gegen abend fuhren Inga-Marit und Lasse leider wieder weiter und wir machten uns einen schönen Abend mit Lesen und Saunen.

Freitag, 06.08.2000

Da die Sonne schon am Morgen wieder vom Himmel lachte, haben wir unseren Frühstückstisch auf der Terrasse aufgebaut, um dort ausgiebig zu frühstücken. Dabei besuchte uns Inge und erzählte, daß er mit Gro im Prestedal eine alte Hütte gekauft hat und lud uns ein, gegen Nachmittag dorthin zu kommen. Nach dem Mittagessen fuhren wir also zuerst durch das Oldedalen nach Olden, dann am Innvikfjord entlang nach Innvik und von dort über die kleine unasphaltierte Straße in das Prestedalen. Mit der guten Beschreibung von Inge fanden wir die Hütte sofort und tranken zuerst einmal mit Gro und Inge Kaffee mit Waffeln und Lefse (kleine mit Rahm und Mehl gebackene Pfannkuchen, mit Butter bestrichen und Zucker bestreut und dann eingerollt). Danach sind wir durch das Tal spazieren gegangen und haben am Fluß eine zwei Meter hohe Torfkante entdeckt. Nach der Wanderung wurde neben der Hütte ein Lagerfeuer entfacht um auf der Asche Würstchen zu grillen. Die dann in Kartoffelfladen gerollt und mit Ketchup und Senf garniert schmecken sehr gut. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns und fuhren in das Ende des Tals zum Hildastølen, wo wir noch ein wenig im Hochmoor spazieren gingen. Dort fanden wir neben unzähligen Blaubeeren auch Multebeeren, die wir eifrig gesammelt haben. Bei Sonnenuntergang fuhren wir dann bei schönem Licht zurück in unsere Hütte nach Oldedalen.

--- Fortsetzung folgt ---
--- wahrscheinlich nicht mehr ---